Als Swinging Sixties bezeichnet man allgemein sowohl einen kulturellen wie politischen als auch modischen Trend bzw. den Zeitgeist der Gesellschaft ab Mitte der 1960er Jahre.

Beginnend mit politischen Konflikten wie beispielsweise der Kubakrise, dem bereits schwelenden Vietnamkrieg sowie einem Wechsel der Generationen setzte sich eine neue Sicht- und Denkweise in der Gesellschaft durch, welche sich in politischem Denken Friedensbewegung, in der Kultur, der Mode und einem völlig neuen Freiheitsdenken äußerte. Indes zeigte sich ein Wechsel in der Musikszene, der gleichzeitig neue Modetrends setzte (Woodstock). Am engsten verbunden mit dem Begriff der Swinging Sixties dürfte allerdings die Londoner Straße Carnaby Street sein, welche in den 1960ern durch ihre unzähligen Mode- und Musikgeschäfte bekannt wurde und als „Trendmeile” im westlichen Europa galt. Wer „hip” oder Hippie sein oder einfach nur Drogen kaufen wollte, ging dort „shoppen”.

Die Swinging Sixties werden deutlich in Michelangelo Antonionis Spielfilm Blow Up skizziert, der eine gewisse Apathie der 1960er Jahre widerspiegelt, die in krassem Gegensatz zu den schrillen Mustern der LSD-Mode wie dem Paisleymuster und den für die damalige Gesellschaft provokanten Miniröcken einer Mary Quant steht. Als das „Gesicht“ der Londoner Swinging Sixties wird allgemeinhin das britische Fotomodell Twiggy assoziiert.

Die Sixties waren die große Zeit der Playboys. Nie wieder waren sie so charmant und attraktiv. Die Frauen waren unbeschreiblich weiblich, einfach göttlich. Der internationale Jetset beherrschte die Medien, bewegte die Gemüter, nahm sich Freiheiten, verkörperte ungezügelte Lebenslust, verschaffte sich aber auch Respekt.

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