Alexis Korner
am 24.11.1972 in der Musikhalle Hamburg

in der Besetzung mit Peter Thorup, Mel Collins, Boz Burrell, Ian Wallace

Alexis Korner (* 19. April 1928 in Paris als Alexis Andrew Nicholas Koerner; † 1. Januar 1984 in London) war ein englischer Blues-Musiker. Er gilt als Schlüsselfigur der britischen Bluesrockszene der 1960er Jahre.[1][2][3] In seiner Band Blues Incorporated spielten viele spätere britische Berühmtheiten, wie z. B. Mick Jagger, Ginger Baker, Dick Heckstall-Smith, Charlie Watts, Cyril Davis, Jack Bruce, Brian Jones, Duffy Power u.v.m. In den 1970ern war er mit einer Big Band unterwegs und beschäftigte sich immer auch mit anderen Dingen, blieb aber dem Blues ein Leben lang treu. Auch die deutsche Bluesszene hat er erheblich mitgeprägt, so arbeitete er z. B. mit Klaus Doldinger und der Frankfurt City Blues Band zusammen. Aber auch andere europäische Länder, wie z. B. Dänemark, wo er mit Peter Thorup, Young Flowers und anderen arbeitete, haben durch Alexis Korner einen Bluesboom erfahren.



Mit Cyril Davies zusammen gründete er die von 1961 bis 1967 bestehende Gruppe Blues Incorporated. In ihr spielten und sangen Persönlichkeiten wie Brian Jones, Mick Jagger, Charlie Watts, Danny Thompson, Jack Bruce, Ginger Baker, Eric Burdon, Graham Bond und Dick Heckstall-Smith, die zu Keimzellen von Gruppen wie den Rolling Stones, Cream, den Animals, Manfred Mann’s Earth Band oder Colosseum wurden. Blues Inc. traten oft in der BBC auf und waren mit Cyril Davies’ All Stars zusammen die erste europäische Bluesband, die elektrisch verstärkt spielte. 1963 verließ Davies die Band, um sich mehr dem Blues zu widmen, da Korner einen Bläsersatz in die Band geholt hatte und die Musik für Davies zu jazzig geworden war.

 



Anschließend rief Korner mit Cliff Barton, Victor Brox, Gerry Conway, Marsha Hunt, Hughie Flint und Binky McKenzie die Gruppe Free At Last ins Leben, die nur wenige Monate lang existierte. Danach trat er mit Brox im Duett auf – und mit Robert Plant und Pianist Steve Miller im Trio. 1968 folgte mit dem dänischen Sänger Peter Thorup und dessen Band „Beefeaters“ eine Skandinavien-Tour. Nach der Rückkehr nach England realisierte Korner mit seiner Tochter Sappho, mit Thorup, Nick South, Ray Warleigh, Annette Brox, Per Frost und Colin Hodgkinson die New Church, die 1969 das legendäre Konzert der Rolling Stones (zu Ehren des verstorbenen Brian Jones) im Londoner Hyde Park eröffnete.



1970 gründeten Korner, Thorup, Produzent Mickie Most und Songschreiber John Cameron die C.C.S.: Vom Blues inspirierter Big-Band-Sound traf auf Rockmusik. Mit C.C.S. erhielt Korner zumindest für kurze Zeit sogar bei einem breiteren Publikum Anerkennung. Eine Cover-Version von Whole Lotta Love von Led Zeppelin war der erste Erfolg. 1973 löste sich die Band auf und Korner und Thorup gründeten mit Boz Burrell, Mel Collins und Ian Wallace (alle von King Crimson) die Band Snape (CD Live on Tour in Germany 1973).

 

 

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