Konzert 25. Januar 1975 im CCH Hamburg

The Doobie Brothers wurden 1969 von Tom Johnston, John Hartman, Skip Spence (ex-Moby Grape) und Gregg Murph in Südkalifornien als Pud gegründet. Murph verließ bald die Band, als Ersatz kam Dave Shogren. 1970 kam Patrick Simmons dazu. Doobie ist eine Slang-Bezeichnung für einen Zwei-Blatt-Joint. Angeblich fiel bei einer gemütlichen Kiffer-Runde irgendwann der Satz: "We’re all doobie brothers", prompt wurde die Band umbenannt – in The Doobie Brothers.

Ende 1970 bekam der Produzent Ted Templeman ein Demo in die Hände. Das hatte zur Folge, dass die "fröhliche Kiffer-Combo" einen Vertrag bei Warner Brothers bekam und Anfang 1971 die erste LP Doobie Brothers veröffentlicht werden konnte. Das Album floppte kommerziell. Es präsentierte einen Country, Rhythm and BluesRock, der auf Gitarrenrhythmen im Stile der San Francisco-Bands wie Quicksilver Messenger Service aufgebaut war.

1972 verließ Shogren die Gruppe, für ihn kam als Ersatz Tiran Porter als Bassist. Zusätzlich wurde Michael Hossack als zweiter Schlagzeuger engagiert. Das 72er Album Toulouse Street verkaufte sich dank eingängiger Melodien und rockender Rhythmen sowie des Single-Hits "Listen to the Music" gut. Das gleiche galt für das Nachfolgealbum The Captain and Me mit seinem Hit "Long Train Runnin'". Ende 1973 stieg Hossack aus, er konnte durch Keith Knudsen ersetzt werden.

 

1974 veröffentlichten die Doobie Brothers das Album What Were Once Vices Are Now Habits auf dem der Gitarrist Jeff Baxter Steely Dan mitwirkte, der später fest dazukam. Die 75er LP Stampede brach alle ehemaligen Verkaufsrekorde der Doobies. Bald darauf kam Michael McDonald an den Keyboards dazu. Er war erstmals auf dem Album Takin' It to the Streets (1976) zu hören, das eine Mischung aus Soul-Pop und Countryrock bot.

Das 77er Album Livin' on the Fault Line wurde von der Kritik als "unoriginell" bezeichnet. Ende 1977 stieg Johnston "aus gesundheitlichen Gründen" aus.

1979 veröffentlichten die Doobies dann Minute by Minute, das bis auf Platz 1 der US-amerikanischen Alben-Charts kletterte und für das sie zwei Grammys bekamen. Die Single "What A Fool Believes" erreichte die Nummer 1 Position (Billboard). Nachdem Baxter und Hartman ausgestiegen waren, kamen Cornelius Bumpus (Saxophon), Chet McCracken (Percussion, Schlagzeug) und John McFee (Gitarre, ex-Clover) neu dazu.

1980 konnten die Doobies mit One Step Closer ihre Erfolgsserie fortsetzen. Das Album löste bei den Fans Begeisterung, bei den Kritikern jedoch Langeweile aus. 1982 brachten die Doobies dann das Doppel-Live-Album Farewell Tour heraus, das ihre Abschiedstour dokumentierte. Sie trennten sich im selben Jahr.

1986 kam es zu einer Reunion der Doobie Brothers mit Johnston, Simmons, Hartman, Hossack, Porter und Bobby LaKind. Das 89er Album Cycles blieb nicht weit hinter den alten Verkaufszahlen zurück, worauf sie 1991 das Album Brotherhood veröffentlichten. Der Versuch, sich von dem gewohnten Westcoast-Rock zu entfernen, missglückte kläglich; das Album floppte. Im März 1991 stieß McDonald wieder zu den Doobies. Am 24. Dezember 1992 starb LaKind an einem Gehirntumor.

 

1993 tourten die Doobies in der Besetzung Johnston, Simmons, Hossack, Knudsen, McFee durch die USA. Im Dezember schaffte es ein Remix von Long Train Runnin' (Original auf The Captain and Me 1973) in die britischen Top 10 der Single-Charts. Eine Überarbeitung von Listen to the Music erschien im Mai 1994. Einen Monat später tourten die Doobies mit Foreigner durch die USA und kamen auch nach Europa. 1995 tourten sie wieder mit Foreigner und später mit der Steve Miller Band durch das Land. 1996 erschien das Live-Album Rockin' Down the Highway.

Mit Sibling Rivalry (2000) hatten die Doobies endlich wieder ihren alten Sound gefunden.

Keith Knudsen starb 2005 an Krebs, Cornelius Bumpus 2004 an einem Herzinfarkt.

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