Elvis Costello in der Markthalle Hamburg am 27.04.1980


Costello ist der Sohn von Ross McManus (1927-2011), der in den 1950er und 1960er Jahren ein erfolgreicher englischer Sänger und Komponist war (Patsy Girl). Erste musikalische Gehversuche machte er mit Bands wie Flip City oder den Mothertruckers. Er nannte sich zunächst DP Costello (Costello war der Geburtsname seiner Ur-Großmutter väterlicherseits). Dann legte er sich auf Rat seines Managers den Künstlernamen Elvis Costello zu (nach Elvis Presley). Costellos Erscheinungsform am Anfang seiner Karriere erinnerte mit der großen Brille ein wenig an Buddy Holly.



1977 veröffentlichte er sein erstes Album My Aim Is True. Begleitband war die Band Clover, die in anderer Besetzung später als Huey Lewis and the News bekannt wurde. Schon dieses erste Album schaffte es in die Top 40 der Billboard-Charts.




Die folgenden, von Nick Lowe produzierten Alben This Year’s Model und Armed Forces wurden noch erfolgreicher. Allerdings folgte nun auch der erste Skandal. Während eines Wortgefechts in einer Kneipe in Florida ließ er sich abfällig über afroamerikanische Musiker aus. Costello musste seine US-Tour abbrechen, obwohl er sich entschuldigte und bei Rock Against Racism auftrat. Daraufhin fielen die Verkaufszahlen für das Album Armed Forces.



Zurück in England wurde Costello zum Produzenten von The Specials, einer der wohl erfolgreichsten englischen Ska-Bands neben Madness. 1980 erschien sein viertes von alten Motown- und Stax-Aufnahmen geprägtes Album Get Happy!! Damit war Costello weniger erfolgreich als mit den drei Vorgänger-Alben, die Musik traf nicht den Geschmack der Zeit.

1981 veröffentlichte er mit Almost Blue ein Album mit Country-Covern. 1982 erschien Imperial Bedroom, das Costello mit seiner Begleitband The Attractions und dem Royal Philharmonic Orchestra in London live aufführte. Das Album wurde bei der Umfrage der Musikzeitschrift Rolling Stone auf Platz 165 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt.



1983 nahm Costello mit den Produzenten Clive Langer und Alan Winstanley das poporientierte Album Punch the Clock auf, an dem neben einem weiblichen Backgroundchor und einer Bläsersektion (TKO-Horns) der Jazz-Trompeter Chet Baker mitwirkte.

1984 trat Costello als Produzent der Folk-Punk-Band The Pogues auf, mit denen er auch auf Konzerten auftrat und deren Bassistin Cait O’Riordan er anschließend heiratete. Im selben Jahr erschien das Album Goodbye Cruel World, zu dem er 1995 bei der Neuveröffentlichung auf CD schrieb: “Congratulations! You’ve just purchased our worst album.” („Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gerade unser schlechtestes Album gekauft.“)



Die folgenden Alben King of America (ohne die „Attractions“ aufgenommen) und Blood and Chocolate wurden zwar von der Kritik gelobt, aber vom Publikum weniger wahrgenommen.

Erst 1989 konnte er mit dem Album Spike wieder einen größeren eigenen Hit landen. Die Single Veronica, auf der auch der Koautor des Songs Paul McCartney zu hören ist, wurde zu seiner erfolgreichsten in den USA. Auch auf dem folgenden Album Mighty Like a Rose (1992) sind (wie auch auf den Alben von Paul McCartney aus dieser Zeit) einige gemeinsame Songs von Costello und McCartney zu hören.

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