Konzert am 08.06.1973 in der Musikhalle Hamburg

Jeff Beck (eigentlich Geoffrey Arnold Beck, 24. Juni 1944 in Wallington, England) ist ein englischer Gitarrist.

Wie viele Gitarristen der frühen 1960er Jahre in England verdiente Jeff Beck sein Geld als Sessionmusiker. 1965 - nach dem Wechsel Eric Claptons zu John Mayall - suchten die Yardbirds einen neuen Leadgitarristen. Beck war einer der ersten Electric-Gitarristen, der mit electronic fuzz distortion und noise experimentierte. Ende 1966 verließ er die Gruppe nach einem legendären aber nur kurzen Leadgitarren-Duo-Intermezzo zusammen mit Jimmy Page.

 

 

1967 gründete Jeff Beck eine neue Band, die Jeff Beck Group. Dabei waren Rod Stewart (Gesang), Ron Wood (Bass), Micky Waller (Schlagzeug) und Nicky Hopkins (Keyboard). Die Gruppe produzierte zwei Alben, Truth (1968) und Cosa Nostra Beck-Ola (1969). Dessen ungeachtet entwickelten sich Spannungen in der Jeff Beck Group, und 1969 stiegen Stewart und Wood aus, um sich den Faces anzuschließen. Stewart arbeitete solo, teilweise zusammen mit Wood. Dieser ging dann 1975 zu den Rolling Stones., bei denen er auch selbst mitspielte.

1968 wollte die Psychedelic Rock-Band Pink Floyd Beck als Gitarristen anwerben. Pink Floyd benötigte wegen der psychischen Probleme Syd Barretts, der zu dieser Zeit der Bandleader von Pink Floyd war, einen zusätzlichen Gitarristen; letztendlich fiel die Wahl dann aber auf David Gilmour.

 

 

Nach dem zweiten Scheitern der Jeff Beck Group (die 1972 auseinanderfiel), gründete Beck das hochkarätige Trio Beck, Bogert & Appice (BBA) mit Carmine Appice (Schlagzeug) und Tim Bogert (Bass), beide früher bei Vanilla Fudge und Cactus. Auch diese Gruppe fand vornehmlich in Spezialisten-Kreisen Beachtung und löste sich bald wieder auf. Immerhin hatten sie einen Hit mit Stevie Wonders Superstition, und Beck spielte die Lead-Gitarre auf Wonders Album Talking Book. 1975 veröffentlichte Beck ein instrumentales, sehr vom Jazz inspiriertes Solo-Album mit dem Titel Blow by Blow, das von der Kritik sehr gelobt wurde. Dem folgte eine Gemeinschaftsarbeit mit dem Jazz-Rock-Keyboarder Jan Hammer und dessen Band 1976: Wired, die ebenfalls große Zustimmung fand. In dieser Zeit produzierte Beck auch zwei Alben der Gruppe Upp, Humbucker der den Namen von Jeff Beck trägt ).

 

Nebenbei spielte er als Gastmusiker in Projekten anderer Musiker (z. B. Jon Bon Jovis "Blaze of Glory" und Roger Waters "Amused to Death" 1992 ).

 

 

 

 

Jeff Beck hatte nie solche Erfolge gefeiert wie Eric Clapton oder Jimmy Page, dennoch gilt er mit seinen musikalischen Visionen zwischen Jazz-Rock bzw. Fusionmusik (z. B. auf Wired und auf There and Back, feat. Simon Phillips), Psychedelic und Progressive Guitar Music als eine ebenso bestimmende Kraft der Rockmusik. Für seine Rockinstrumentals wurde er bislang fünfmal mit einem Grammy Award ausgezeichnet: 1986 für Escape, 1990 für Jeff Beck's Guitar Shop mit Terry Bozzio und Tony Hymas, 2002 für Dirty Mind, 2004 für Plan B und 2010 für A Day in the Life.

 

 

Beck spielt fast ausschließlich eine Fender Stratocaster. Fender hat ihm zu Ehren ein Signatur Stratocaster-Modell in ihrem Custom Shop gebaut. Das Modell ist nicht immer erhältlich. Gibson hat wiederum vor kurzem ein Jeff Beck Modell einer Les Paul vorgestellt. Die Farbe ist originalgetreu "Oxblood". Darüber hinaus fertigt Seymour Duncan seit den 70er Jahren serienmäßig einen

Beck spielt fast ausschließlich mit den Fingern und benutzt nur sehr selten ein Plektrum (nur für besonders schnelle Soliläufe). Ebenso charakteristisch für sein Spiel ist seit den 1990er Jahren das extensive Nutzen des Tremolo-Hebels, sowie des Volumen- und des Klangreglers seiner Gitarre.

 

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