Paul Simon 1986 im CCH Hamburg

Leben


Paul Simon wurde in Newark (New Jersey) geboren und wuchs in Queens (New York) auf. Seine Eltern Louis und Belle Simon haben noch einen jüngeren Sohn Eddie, der Paul sehr ähnlich sieht. Auch er ist Gitarrist. Mit ihm zusammen spielte Paul auf der Platte "Sound of Silence" das Instrumentalstück "Anji" ein.


Paul Simon war vom Jahre 1969 bis 1975 mit Peggy Harper verheiratet. Mit ihr hat er einen Sohn: Harper (* 1972), der in drei Filmen auftrat und jetzt in der Band Menlo Park Akustikgitarre spielt. Harper wirkte ebenfalls als Gitarrist beim Album "Songs from the capeman" seines Vaters mit.
Solokarriere


Vor 1965


Mit 12 Jahren bekam Simon von seinen Eltern eine Akustikgitarre geschenkt, mit 13 Jahren schrieb er seinen ersten Song (The Girl for Me).
Nach dem ersten mittleren Hit im Jahre 1957 (Hey, Schoolgirl) mit Garfunkel, bei dem immerhin ein Auftritt in einer berühmten Rock 'n' Roll-Fernsehshow und 2.500 Dollar an Tantiemen heraussprangen, widmete Simon sein weiteres Leben ganz der Musik. Zunächst in dem erfolglosen Bemühen, mit Rock 'n' Roll weitere Hits zu landen.


Ab dem Jahre 1963 folgte er dem Folk-Boom und schrieb anspruchsvolle Songs. Seine Texte waren weniger politisch (als z. B. die von Bob Dylan), sondern betrachteten mehr die Probleme des einzelnen Menschen.

 


Im Jahre 1964 nahm Simon gemeinsam mit Garfunkel das Album Wednesday Morning, 3 A.M. für Columbia Records auf, das sich aber nur bescheiden verkaufte. Er trennte sich von seinem Musiker-Partner und zog nach London. Dort wurde er in der Folk-Szene immer mehr zu einer beachteten Größe, zuletzt mit Gagen von 20 Pfund pro Abend, damals eine Menge Geld, von dem er gut leben konnte.
Es folgten Radiosendungen, ein Fernseh-Auftritt, sowie sein erstes Soloalbum (Songbook) in Zusammenarbeit mit der BBC, das allerdings auch kein bahnbrechender Erfolg wurde. Jedoch wurde die Elektro-Folk-Rock-Bearbeitung des Titels The Sound of Silence von Tom Wilson urplötzlich zum Hit


Nach 1970


Nachdem sich Simon und Garfunkel im Jahre 1970 endgültig trennten, ging Simon eigene Wege. 1972 veröffentlichte er das Album Paul Simon, aus dem drei Singles ausgekoppelt wurden. Die erfolgreichste (Mother and Child Reunion) wurde sowohl in den USA als auch in Großbritannien ein Top-10-Hit. Das Album lässt sich am besten im Folkrock-Genre einordnen, allerdings deuten Lieder wie der Titelsong Mother and Child Reunion und Me and Julio Down By the Schoolyard bereits auf Simons Faszination für Weltmusik hin, die er später vor allem auf den Alben Graceland und Rhythm of the Saints stärker auslebte.


Während der 70er Jahre veröffentlichte er zwei weitere Alben (There Goes Rhymin' Simon und Still Crazy After All These Years) und hatte bis zum Jahre 1977 fünf Singles in den US-Top-10, davon wurden drei zu Millionen-Sellern (Loves Me Like Rock, 50 Ways to Leave Your Lover und Slip Slidin' Away). Still Crazy After All These Years wurde außerdem 1976 mit dem Grammy Award als Album des Jahres ausgezeichnet.
Nach 1985]


Im Jahre 1986 kehrte Simon wieder zurück. Für das südafrikanisch beeinflusste Album Graceland, an der neben Ladysmith Black Mambazo, Los Lobos und Stimela auch Youssou N'Dour (an den Percussions bei Diamonds on the Soles of Her Shoes) mitwirkte, bekam Simon einen Grammy. Die Platte war ein voller Erfolg und erreichte Platz 3 in den US-Album-Charts. Allerdings wurde Simon beschuldigt, den kulturellen Boykott gegen das Apartheidsregime Südafrikas missachtet zu haben. Das Anti-Apartheid-Komitee der Vereinten Nationen teilte diese Meinung jedoch nicht, da das Album das Talent schwarzer Künstler repräsentierte. Außerdem warfen ihm einige Schwarze vor, ihre Kultur zu missbrauchen, um damit Geld zu machen. Bei einem Konzert in Südafrika gab es sogar Morddrohungen, falls er auftreten sollte, doch das Konzert fand trotzdem statt.

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