Queen in der Festhalle in Frankfurt am 14.05.1977

1970–1974 – Die ersten Jahre

Während Brian May für Studienzwecke einige Monate auf Teneriffa weilte, verließ Tim Staffell die Band Smile und ging zu Humpy Bong von Colin Petersen. Daraufhin schlossen sich May, Taylor und Freddie Mercury zur gemeinsamen Band mit dem Namen Queen zusammen.

 

 

Mit Mike Grose am Bass gab diese Formation, aufgrund der bereits erfolgten Werbung noch unter dem Namen „Smile“, am 27. Juni 1970 ihr Live-Debüt in Truro. Sein Nachfolger Barry Mitchell bestritt ab August einige Auftritte als Bassist von Queen, trennte sich allerdings Anfang des nächsten Jahres wieder von der Gruppe. Es folgte ein kurzes Gastspiel von Doug Bogie bis Februar 1971. Nach langem Suchen nach einem Bassisten komplettierte schließlich John Deacon das Line-up von Queen, das sich bis zum Tode Freddie Mercurys nicht mehr ändern sollte. Noch im selben Jahr nahm die Gruppe in den De-Lane-Lea-Studios die ersten Demoaufnahmen mit fünf Titeln auf, die später auf ihrem ersten Album erschienen.

Im Februar 1973 nahm sie ihre erste BBC-Sitzung für John Peels Radiosendung Sounds of the ’70s auf (welche 1989 auf dem Album At the Beeb veröffentlicht wurde). In den folgenden Jahren kam es zu zahlreichen weiteren BBC-Sessions von Queen. Am 9. April 1973 fand die Pressevorstellung der Gruppe Queen im Londoner Marquee Club statt.

Der Trident-Produzent Robin Cable lud die Band zu Studio-Aufnahmen ein, was den Tontechnikern die Erprobung von Möglichkeiten erlaubte, den Phil-Spector-Sound nachzuahmen. Dabei entstand (ohne John Deacon) eine Cover-Version des Beach-Boys-Hits I Can Hear Music, die zusammen mit dem Dusty-Springfield-Titel Goin’ Back als Single veröffentlicht wurde. Da sich der Stil der Aufnahmen völlig vom jenem der Band unterscheidet, erschien sie drei Wochen vor Queens Debütalbum unter dem Pseudonym Larry Lurex, einer humorvollen Anspielung auf Gary Glitter.

Am 6. Juli 1973 wurde als Vorhut für das erste Album die erste Single Keep Yourself Alive veröffentlicht. Sie schaffte es nicht in die Charts. Eine Woche danach erschien schließlich das erste Album Queen, das Queens Musik der vergangenen drei Jahre repräsentiert. Bereits im folgenden Monat begannen die Aufnahmen für das zweite Album. Im Herbst tourten Queen als Vorgruppe von Mott the Hoople durch Großbritannien.

Die im Februar 1974 veröffentlichte zweite Single Seven Seas of Rhye erreichte in den britischen Charts Platz zehn und war Queens erster Hit. Im März unternahm die Band ihre erste große Tournee als Headliner durch Großbritannien. Im selben Monat wurde das zweite Album Queen II veröffentlicht, das als Konzeptalbum angesehen werden kann und Platz fünf[4] der britischen Charts erreichte. Im September 1974 erhielt die Band ihre erste „Silberne Schallplatte“ für mehr als 100.000 verkaufte Exemplare von Queen.

 

 

Mit der vorab veröffentlichten dritten Single Killer Queen, in der das theatralische britische Varieté mit Brian Mays Gitarren-Sound verschmilzt, war der Band erstmals auch internationaler Erfolg beschieden. Die Platte erreichte in den US-amerikanischen Billboard-Charts Platz zwölf. In Großbritannien verfehlte die Single mit Rang zwei nur knapp die Spitze der Charts.[4] Im November 1974 erschien das dritte Album Sheer Heart Attack, das in den britischen Charts ebenfalls auf Platz zwei[4] kam. Queen stellten damit ein geschlossenes Album mit einer weiten Auswahl verschiedener Arten von Musik vor: Von Stücken im Stil der britischen Music Hall bis hin zu Heavy-Metal-Titeln und Balladen.


1975–1979 – Nummer eins

Freddie Mercury (1978)Die im Oktober 1975 veröffentlichte Vorabsingle Bohemian Rhapsody belegte neun Wochen lang Platz eins der britischen Charts; damit wurde Paul Ankas 1957 mit Diana aufgestellter Rekord eingestellt. Der von Freddie Mercury geschriebene Song unterscheidet sich durch seine musikalisch ungewöhnlichen Aufbau und seine Länge von 5:55 Minuten von anderen Singles dieser Zeit. Bohemian Rhapsody gilt vielfach auch als Beginn der Ära der Musik-Videos. Da die Band für einen Live-Auftritt bei der BBC keine Zeit hatte, wurde ersatzweise der bekannte Kurzfilm gedreht, in dem die Band vielfach verspiegelt einen großen Chor für die Rhapsody darstellt. Das im November 1975 veröffentlichte A Night at the Opera erreichte als erstes Queen-Album die Spitze der britischen Charts. In den Vereinigten Staaten erhielt es drei Mal Platin[7] und brachte für Queen den kommerziellen Durchbruch.

 

 

Die beiden Alben, A Night at the Opera und das im Dezember 1976 erschienene A Day at the Races, welches ebenfalls Platz eins in den britischen Charts erreichte, können als Schwesterwerke betrachtet werden. Beide Titel beziehen sich auf Filmtitel der Marx Brothers, die Gestaltung der beiden Plattenhüllen ist komplementär: das erste weiß, das zweite schwarz, bei beiden erscheint als Titelbild das Queen-Logo. Auch in der Auswahl der Musik-Stile lassen sich Parallelen feststellen. Die Singleauskoppelungen waren das von der Gospelmusik beeinflusste Somebody to Love und der Hard-Rock-Song Tie Your Mother Down.

Auf einer Vorabsingle für das nächste Album erschienen die heute wohl berühmtesten Hymnen von Queen: We Are the Champions und We Will Rock You auf der B-Seite. Im Oktober 1977 wurde das musikalisch rauer als seine Vorgänger gehaltene sechste Album News of the World veröffentlicht. Das Plattencover hatte Frank Kelly Freas gestaltet.


Queen live (1979)Die Aufnahmen für das nächste Album fanden erstmals außerhalb Großbritanniens – in Montreux und Nizza – statt. Als Vorabsingle erschienen die Doppel-A-Seiten Fat Bottomed Girls und das durch die Tour de France inspirierte Bicycle Race. Im November 1978 folgte das Album Jazz. Dieser Platte war ein Poster beigefügt mit unbekleideten Frauen auf Rennrädern; das Foto war anlässlich der Videoaufnahmen zu Bicycle Race im Wimbledon-Stadion aufgenommen worden. Als zweite Single wurde Don’t Stop Me Now veröffentlicht. Während der Jazz-Tournee entstanden die Aufnahmen für Queens erste Live-LP: Das im Juni 1979 erschienene Doppelalbum Live Killers beinhaltet Ausschnitte aus verschiedenen Konzerten in Europa.

Ebenfalls im Juni begannen erstmals mit Reinhold Mack als Toningenieur und Koproduzent die Aufnahmen für das nächste Album in den Musicland Studios in München. Mack sollte der Musik von Queen eine neue Richtung geben. Im Oktober 1979 wurde eine der erfolgreichsten Queen-Singles veröffentlicht: Mit Crazy Little Thing Called Love gelang Queen im folgenden Jahr erstmals der Sprung an die Spitze der US-amerikanischen Single-Charts. In diesem Song im Elvis-Presley-Stil ist Mercury zum ersten und einzigen Mal als Rhythmusgitarrist zu hören. Der Song erschien später auf dem Album The Game. Die „Crazy Tour“ durch Großbritannien endete am 26. Dezember 1979 in London mit einem Wohltätigkeitskonzert für die notleidende Bevölkerung in Kambodscha.

 


Queen als Liveband

Deacon, May und Mercury (November 1978)Queen spielten über 700 Konzerte in 16 Jahren; die Band gehörte zu den erfolgreichsten Livebands der siebziger und achtziger Jahre.

In den sechziger Jahren vor Queen erinnerten die Live-Auftritte eher an die Übertragung der Bedingungen eines Platten- oder Fernsehstudios auf eine kleine Bühne: Die Kleidung war konventionell, die Bandmitglieder bewegten sich kaum von der Stelle (was auch mit den einschränkenden technischen Bedingungen zusammenhing) und die Musiker konnten nur wenig Kontakt zum Publikum herstellen. Die Stücke entsprachen zwar musikalisch den Plattenaufnahmen, es war ihnen aber anzumerken, dass Technik und Aufnahmebedingungen des Studios nicht auf die Bühne übertragen werden konnten.

Für Queen stand dagegen stets die perfekte Show und Unterhaltung des Publikums im Vordergrund. Sie nutzten neue Techniken, um Akustik und Licht zu verbessern und verwendeten entsprechend große Ton- und Lichtanlagen. Spezialeffekte wie Nebel, Lichtwechsel und Pyrotechnik wurden gezielt und mit Gespür für den richtigen, dramatischen Zeitpunkt eingesetzt. Extravagante Haartracht und Kostüme spielten bis 1980 auf der Bühne eine wesentliche Rolle. Freddie Mercury war als Leadsänger alles andere als statisch. Er faszinierte sein Publikum mit seinen tänzerischen, kraftvollen, auf die Musik abgestimmten und durch die Musik inspirierten Bewegungen. Eine besondere Rolle spielte dabei sein Mikrofonständer, von dem die Füße abmontiert waren. Er war integraler Bestandteil seiner Bühnenpräsenz und wurde als Tambourstock, Gitarre, Balanciergerät und vieles andere mehr genutzt. Mercury brauchte für seine Art der Performance eine große Bühne, die sich durch Treppen und Rampen in die dritte Dimension erstreckte. So wurde jedes Konzert auch zu einem theatralischen Gesamtkunstwerk.

Die komplexen Titel der Platten konnte und wollte Queen nicht 1:1 auf die Bühne bringen. Jedes Stück wurde für die Liveauftritte bearbeitet und der Improvisationskunst von Mercury und May genügend Raum und Zeit eingeräumt. So unterschieden sich die gleichen Stücke stets von Auftritt zu Auftritt.

 

 

Grundsätzlich war die Band der Meinung, dass nichts vom Band kommen dürfe. Doch es gab eine wesentliche Ausnahme: Während der A-cappella-Mittelteil von Bohemian Rhapsody vom Tonband gespielt wurde, verschwand die Band von der Bühne, die nur noch von Lichteffekten und Nebel beherrscht wurde. Der Übergang zum Schlussteil war dann eine regelrechte Explosion von Licht und Feuerwerk, aus der die Band wie aus einer Theaterversenkung wieder erschien. Das zweite Stück, das vom Band kam, erklang jedes Mal (außer in Irland) zum Abschluss des Konzerts: Während des von Brian May bearbeiteten God Save the Queen verabschiedeten sich die vier Musiker von ihrem Publikum. Auf der Magic Tour trat zuvor Freddie Mercury mit Krönungsmantel und Krone auf, die er als Reverenz vor dem Publikum zog.

Ebenfalls auf der Magic Tour erschien Mercury während der Zugabe We Will Rock You mit einem Union Jack. Er trug die Flagge wie einen Umhang. Nachdem er damit einige Zeit über die Bühne stolziert war, wendete er sie blitzschnell und präsentierte auf der anderen Seite zur Begeisterung des Publikums die jeweilige Landesfahne.

 

Die Auswahl der Titel richtete sich in der Regel nach dem jeweils aktuellen Album, wobei auch viele ältere Hits im Programm blieben. Standardrepertoire waren aber einige Titel, die bei den meisten Konzerten gespielt wurden: Am häufigsten erklang Now I’m Here, ein Stück, bei dem Mercury die Delay-Technik nutzte, um mit sich selbst einen Kanon zu improvisieren. Keep Yourself Alive und Killer Queen wurden fast so oft wie Bohemian Rhapsody gespielt, das bei mehr als 500 Konzerten einen der Höhepunkte markierte. Seit 1977 fehlte auch nie das Zwillingspaar We Will Rock You und We Are the Champions. Das Programm konnte sich auf einer Tournee bei einzelnen Stücken von Konzert zu Konzert ändern.

Mit dem Album News of the World schrieb die Band Titel, die auf die Mitwirkung der Konzertbesucher zugeschnitten waren. Zu erwähnen ist hier vor allem We Will Rock You mit seinem charakteristischen Grundrhythmus, der das Publikum zum Mitmachen bringt. Dazu gehört auch Radio Ga Ga, welches das Publikum zum vom Videoclip beeinflussten rhythmischen Mitklatschen animiert.

 

 

Viel Wert legten Queen auch auf den Aufbau ihrer Konzerte. So spielte die Band im ersten Teil des Konzerts hauptsächlich schnelle, rockige Songs, die das Publikum mitreißen sollten. Im Mittelteil der Konzerte erklangen ruhigere Stücke in kleinerer Besetzung oder Soloimprovisationen. Dadurch konnten einerseits einzelnen Bandmitgliedern kurze Erholungspausen verschafft werden, andererseits wurde ein dramatischer Bogen von Spannung über Entspannung zum abschließenden Höhepunkt geschlagen. Hier erklangen oft akustische Interpretationen wie Love of My Life mit Brian May an der Gitarre und Mercury, der über lange Passagen hinweg das Publikum allein singen ließ. Ebenfalls in der Konzertmitte waren Mays lange Gitarrenimprovisationen wie Brighton Rock zu hören. Eine Besonderheit stellten die Songs dar, welche die Band eigens für das Auftrittsland vortrug: in Japan Teo Torriatte oder in Budapest das ungarische Volkslied Tavaszi szél vizet áraszt („Die Frühlingswinde treiben das Wassers ans Ufer“).

Die meisten Konzerte gab Queen in den USA (fast 250) und in Großbritannien (200). Dann folgen Deutschland mit 55 und Japan mit 51 Tournee-Auftritten. Das größte Publikum hatte Queen am 12. Januar 1985 in Rio de Janeiro (250.000), das kleinste (6)[16] am 28. Januar 1972 im Londoner Bedford College. In der Zeit von 1973 bis 1986 ging Queen jährlich auf mindestens eine größere Tournee. Ausnahmen sind das Jahr 1981 mit drei kürzeren Konzertreisen und 1983, in dem Queen keinen Live-Auftritt absolvierte.

Queen als Liveband

Deacon, May und Mercury (November 1978)Queen spielten über 700 Konzerte in 16 Jahren; die Band gehörte zu den erfolgreichsten Livebands der siebziger und achtziger Jahre.

In den sechziger Jahren vor Queen erinnerten die Live-Auftritte eher an die Übertragung der Bedingungen eines Platten- oder Fernsehstudios auf eine kleine Bühne: Die Kleidung war konventionell, die Bandmitglieder bewegten sich kaum von der Stelle (was auch mit den einschränkenden technischen Bedingungen zusammenhing) und die Musiker konnten nur wenig Kontakt zum Publikum herstellen. Die Stücke entsprachen zwar musikalisch den Plattenaufnahmen, es war ihnen aber anzumerken, dass Technik und Aufnahmebedingungen des Studios nicht auf die Bühne übertragen werden konnten.

 

 

Für Queen stand dagegen stets die perfekte Show und Unterhaltung des Publikums im Vordergrund. Sie nutzten neue Techniken, um Akustik und Licht zu verbessern und verwendeten entsprechend große Ton- und Lichtanlagen. Spezialeffekte wie Nebel, Lichtwechsel und Pyrotechnik wurden gezielt und mit Gespür für den richtigen, dramatischen Zeitpunkt eingesetzt. Extravagante Haartracht und Kostüme spielten bis 1980 auf der Bühne eine wesentliche Rolle. Freddie Mercury war als Leadsänger alles andere als statisch. Er faszinierte sein Publikum mit seinen tänzerischen, kraftvollen, auf die Musik abgestimmten und durch die Musik inspirierten Bewegungen. Eine besondere Rolle spielte dabei sein Mikrofonständer, von dem die Füße abmontiert waren. Er war integraler Bestandteil seiner Bühnenpräsenz und wurde als Tambourstock, Gitarre, Balanciergerät und vieles andere mehr genutzt. Mercury brauchte für seine Art der Performance eine große Bühne, die sich durch Treppen und Rampen in die dritte Dimension erstreckte. So wurde jedes Konzert auch zu einem theatralischen Gesamtkunstwerk.

Die komplexen Titel der Platten konnte und wollte Queen nicht 1:1 auf die Bühne bringen. Jedes Stück wurde für die Liveauftritte bearbeitet und der Improvisationskunst von Mercury und May genügend Raum und Zeit eingeräumt. So unterschieden sich die gleichen Stücke stets von Auftritt zu Auftritt.

Grundsätzlich war die Band der Meinung, dass nichts vom Band kommen dürfe. Doch es gab eine wesentliche Ausnahme: Während der A-cappella-Mittelteil von Bohemian Rhapsody vom Tonband gespielt wurde, verschwand die Band von der Bühne, die nur noch von Lichteffekten und Nebel beherrscht wurde. Der Übergang zum Schlussteil war dann eine regelrechte Explosion von Licht und Feuerwerk, aus der die Band wie aus einer Theaterversenkung wieder erschien. Das zweite Stück, das vom Band kam, erklang jedes Mal (außer in Irland) zum Abschluss des Konzerts: Während des von Brian May bearbeiteten God Save the Queen verabschiedeten sich die vier Musiker von ihrem Publikum. Auf der Magic Tour trat zuvor Freddie Mercury mit Krönungsmantel und Krone auf, die er als Reverenz vor dem Publikum zog.

Ebenfalls auf der Magic Tour erschien Mercury während der Zugabe We Will Rock You mit einem Union Jack. Er trug die Flagge wie einen Umhang. Nachdem er damit einige Zeit über die Bühne stolziert war, wendete er sie blitzschnell und präsentierte auf der anderen Seite zur Begeisterung des Publikums die jeweilige Landesfahne.

 

 

Die Auswahl der Titel richtete sich in der Regel nach dem jeweils aktuellen Album, wobei auch viele ältere Hits im Programm blieben. Standardrepertoire waren aber einige Titel, die bei den meisten Konzerten gespielt wurden: Am häufigsten erklang Now I’m Here, ein Stück, bei dem Mercury die Delay-Technik nutzte, um mit sich selbst einen Kanon zu improvisieren. Keep Yourself Alive und Killer Queen wurden fast so oft wie Bohemian Rhapsody gespielt, das bei mehr als 500 Konzerten einen der Höhepunkte markierte. Seit 1977 fehlte auch nie das Zwillingspaar We Will Rock You und We Are the Champions. Das Programm konnte sich auf einer Tournee bei einzelnen Stücken von Konzert zu Konzert ändern.

Mit dem Album News of the World schrieb die Band Titel, die auf die Mitwirkung der Konzertbesucher zugeschnitten waren. Zu erwähnen ist hier vor allem We Will Rock You mit seinem charakteristischen Grundrhythmus, der das Publikum zum Mitmachen bringt. Dazu gehört auch Radio Ga Ga, welches das Publikum zum vom Videoclip beeinflussten rhythmischen Mitklatschen animiert.

Viel Wert legten Queen auch auf den Aufbau ihrer Konzerte. So spielte die Band im ersten Teil des Konzerts hauptsächlich schnelle, rockige Songs, die das Publikum mitreißen sollten. Im Mittelteil der Konzerte erklangen ruhigere Stücke in kleinerer Besetzung oder Soloimprovisationen. Dadurch konnten einerseits einzelnen Bandmitgliedern kurze Erholungspausen verschafft werden, andererseits wurde ein dramatischer Bogen von Spannung über Entspannung zum abschließenden Höhepunkt geschlagen. Hier erklangen oft akustische Interpretationen wie Love of My Life mit Brian May an der Gitarre und Mercury, der über lange Passagen hinweg das Publikum allein singen ließ. Ebenfalls in der Konzertmitte waren Mays lange Gitarrenimprovisationen wie Brighton Rock zu hören. Eine Besonderheit stellten die Songs dar, welche die Band eigens für das Auftrittsland vortrug: in Japan Teo Torriatte oder in Budapest das ungarische Volkslied Tavaszi szél vizet áraszt („Die Frühlingswinde treiben das Wassers ans Ufer“).

Die meisten Konzerte gab Queen in den USA (fast 250) und in Großbritannien (200). Dann folgen Deutschland mit 55 und Japan mit 51 Tournee-Auftritten. Das größte Publikum hatte Queen am 12. Januar 1985 in Rio de Janeiro (250.000), das kleinste (6)[16] am 28. Januar 1972 im Londoner Bedford College. In der Zeit von 1973 bis 1986 ging Queen jährlich auf mindestens eine größere Tournee. Ausnahmen sind das Jahr 1981 mit drei kürzeren Konzertreisen und 1983, in dem Queen keinen Live-Auftritt absolvierte.

 

Joomla templates by a4joomla
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok