Stefan Stoppok (* 21. Februar 1956 in Hamburg) ist ein deutscher Liedermacher, Folk- und Rock-Musiker. Er erhielt aufgrund seiner humorvollen Art den Deutschen Kleinkunstpreis 2015 in der Rubrik „Chanson/Lied/Musik“. Zu seinen bekannten Werken zählen Dumpfbacke (1993), Tanz (Beweg dein Herz zum Hirn), Cool durch Zufall und Learning by Burning.

Stoppok wuchs in Essen auf. Eine Bewerbung an der Folkwang Hochschule war erfolglos. Ab seinem 18. Lebensjahr zog er drei Jahre lang als Straßenmusiker durch Europa. Seine musikalischen Wurzeln liegen im Folkrock. So war er mit dem Ex-Steeleye Span-Schlagzeuger Nigel Pegrum um 1980 maßgebliches Mitglied der „Stender Band“. Seit 1982 tritt er solo oder mit der im selben Jahr gegründeten Band „Stoppok“ auf. Von 1990 bis 1999 war er bei Chlodwig Musik und Sony/Epic unter Vertrag, bevor er im Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Managerin Ute-Elke Schneider und Christof Stein-Schneider von Fury in the Slaughterhouse die Platten- und Verlagsfirma „La-La-Land“ gründete. Seitdem erscheinen seine Platten unter dem neuen Label „Grundsound“. Zum 2002 erschienenen Film Was nicht passt, wird passend gemacht steuerte er den Soundtrack bei. In den Jahren 2011 und 2014 vertonte Stoppok zusammen mit der indischen Band „You & I“ Texte des indischen Literaten Tagore. Wegen seiner Frau wohnt er seit einigen Jahren in Hamburg. Im Juli 2016 kündigte er das Erscheinen seines 17. Studioalbums im September 2016 an. Das Album Operation 17 kam im Februar 2017 auf die Bestenliste 1-2017 des Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Stoppoks musikalische Ausrichtung lässt sich als eine Mischung aus Folk, Blues und Rock bezeichnen. Die Mixtur wird gelegentlich mit Reggae-, Funk- oder Westcoast-Elementen versehen. Neben seinem Gitarrenspiel sind seine mit „schnoddriger“ Stimme vorgetragenen deutschen Songtexte und Überleitungen charakteristisch. Seine eigenen oder mitunter in Koproduktion mit Bernie Conrads oder Danny Dziuk geschriebenen Texte zeichnen sich sowohl durch alltagsnahe Satire als auch durch Nachdenklichkeit aus. Auf der Bühne zeigt er u. a. ein inniges Zusammenspiel mit Reggie, seinem Bassisten.

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