Konzert am 15.04.1984 im CCH Hamburg

UB40 ist eine populäre multinationale Reggae- und Popband aus Großbritannien. Der Bandname ist abgeleitet vom britischen Antragsvordruck für Arbeitslosengeld (Unemployment Benefit). Die Band hatte eine Reihe von Hits, darunter Red Red Wine, I Got You Babe, Can't Help Falling in Love und Kingston Town. In ihren Texten schneiden UB40 häufig soziale Themen wie Rassismus oder Arbeitslosigkeit an.

 

 

Die Band wurde 1978 in Birmingham von den Brüdern Robin und Alistair „Ali“ Ian Campbell gegründet und kaufte ihre ersten Instrumente von dem Schmerzensgeld, das Sänger Ali Campbell nach einer Schlägerei in einer Bar zugesprochen bekam. Nach einem halben Jahr im Proberaum nahmen sie ein Demotape auf, das im Radio gespielt und dort von dem bekannten DJ John Peel gehört wurde. Der war so beeindruckt, dass er UB40 zu einer Session ins Radiostudio einlud.



Chrissie Hynde, die Sängerin der Pretenders, sah die Band bei einem Clubkonzert und bot ihnen an, bei der Pretenders-Tour 1980 als Vorgruppe mitzufahren. Die Band willigte ein und bekam den ersten Plattenvertrag mit einem Indie-Label. Noch während der Tour veröffentlichten sie ihre erste Single Food for Thought, die bis auf Platz vier in den englischen Charts kam. Food for Thought war die erste Single, die es ohne einen Majorvertrag in die Top Ten schaffte.

 

 

Im gleichen Jahr erschien das Debüt-Album Signing Off, welches sich in England sehr gut verkaufte und Platz zwei der Charts erreichte. Mit Signing Off schufen UB40 einen auf Reggae basierenden Indie-Underground-Sound, der bis zu diesem Zeitpunkt nichts Vergleichbares hatte. Allerdings konnte die Band an diese individuelle Kreativität nie wieder anknüpfen. Obwohl sie nie bei einem Major-Label unterschrieben haben, waren UB40 auch mit der Politik ihres Indie-Labels unzufrieden und gründeten ihr eigenes Label DEP International, um völlige Unabhängigkeit zu erlangen.

Im Jahre 1983 veröffentlichten UB40 Labour of Love. Dieses Album enthält ausschließlich Cover-Versionen. Mit der Single Red Red Wine, einem Cover von Neil Diamond, erreichten sie in der britischen Hitparade Platz eins, und mit einem Platz 12 waren sie erstmals auch in Deutschland in den Charts.

 

 

Nach diesem Erfolg geschah annähernd fünf Jahre lang nicht viel. UB40 veröffentlichen sechs Alben, darunter zwei Live-Mitschnitte, erreichten mit ihren selbst komponierten Songs aber nur in ihrem Heimatland Erfolge.

Nachdem die Band 1988 bei einem Konzert zu Ehren von Nelson Mandela ihren größten Hit Red Red Wine spielte und dafür euphorischen Applaus erntete, entschied sich UB40 dafür, die Single erneut zu veröffentlichen. Der Single gelang der Wiedereinstieg in die Charts und wurde ein weiteres Mal zum Bestseller. UB40 nutzten den erhöhten Bekanntheitsgrad und nahmen ein zweites Album mit Coverversionen auf, Labour of Love 2, welches sich daraufhin sehr gut verkaufte.

 

 

Nach vier Jahren erschien dann das nächste Album Promises and Lies. Can't Help Falling in Love, das Cover eines Liedes von Elvis Presley (7 Wochen Nummer eins in England), sorgte für den Erfolg auch dieses Albums. Es erreichte zwar nur Platz zwei in England, aber auch Platz sechs der US-amerikanischen Top-10. Ein Auftritt im Film Sliver mit Sharon Stone kurbelte den Verkauf noch weiter an.

Nach Can't Help Falling in Love wurde es still um UB40. In den internationalen Charts spielten sie kaum noch eine Rolle. Mit dem 2001 erschienenen Album Cover Up erreichten sie nur Platz 29 in England, und auch das 2005 veröffentlichte Album Who You Fighting For? erreichte maximal Platz 20.

Gemeinsam mit dem britischen Sänger Hunterz schrieben UB40 2005 den Song Reasons, den sie im Zuge der weltweiten Live8-Konzerte gemeinsam mit Hunterz und The Dhol Blasters am 2. Juli 2005 im Londoner Hyde Park spielten.

 

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